5-7-07 Montag - Ein freier Tag in Nürnberg    

Nürnberg ist die nächstgrößere Stadt bei Amberg, also nahm Tanja uns an unserem freien Tag dorthin mit, damit wir die Sehenswürdigkeiten anschauen konnten. Wir sahen die sogenannte “Nazitreppe”, ein Ort, an dem Hitler viele seiner Reden hielt. So viel Geschichte und ein solch irrer Platz, um nachzudenken. Am Rednerpult, auf den Platz schauend, wo all die Leute sich versammelten, konnte ich mir fast bildlich vorstellen, wie es auf diesem Platz in den 40er Jahren ausgesehen haben muss.

Dann gingen wir ein Schloss besichtigen; die Kopfsteinpflasterstraßen waren wunderschön, und wir kauften uns Würstchensandwiches (drei kleine Bratwürste in einem Brötchen), die hier eine Art Grundnahrungsmittel sind und die sehr köstlich waren. Dann nahme wir für 6 Euro an der Führung durch ein altes Gefängnis mit Burggrabenteil. Genau jetzt ist meine zweite Speicherkarte voll, so dass wir zu einem örtlichen Fotoladen gehen müssen, wo ich eine dritte 512MB-Karte kaufe. Mach viele Fotos, vielleicht werden ein paar davon gut, das ist mein Motto. Nachdem wir noch ein wenig herumgewandert sind und ein paar wundervolle Kirchen angeschaut haben, machen wir uns wieder auf den Rückweg.


Wir begeben uns nach Frankfurt in eine Jugendherberge. Hier schlafen wir zu viert in einem Raum und teilen uns Gemeinschaftsbäder und -duschen. Nicht mein Lieblingsplatz zum Übernachten auf dieser Tour, soviel ist sicher. Ich erinnere mich auch, wie ich aufwachte und mit dem Kopf gegen die holzgetäfelte Decke direkt über meiner winzigen Schlafkoje knalle. Yeah, 20 Euro mehr für meine eigene Dusche erscheinen mir gerade als ein guter Handel. Ah, das Leben eines Rockstars, hm?


Die Internetcomputer sind hier jedoch sehr gut und stürzen nicht wie die im eTap in der Mitte einer langen Email einfach ab. Dreißig Minuten lang schreibe ich Emails, bislang die längste Zeitspanne an einem Computer während dieser Tour! Ich höre “Wood and Water” von Promise Ring in Endlosschleife.

Ein Selbstportrait, wie ich auf der Nazitreppe sitze und die Geschichte um mich herum spüre.

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