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5-11-07
Freitag - Im Tante Ju
in Dresden

Eine weitere Fahrt von der mäßigen Länge
von fünf Stunden bringt uns zurück in die DDR. Ein hochgradig schöner und
interessanter Teil Deutschlands. All die Zeichen kommunistischer
Verschandelung können nicht darüber hinwegtäuschen, dass hier wirklich
coole Leute wohnen. In der Gegend um die moderne Konzerthalle namens Tante
Ju gibt es für das nicht künstlerisch geschulte Auge wenig zu sehen, aber
ich sehe sehr viel, als ich mir die Nachbarschaft auf einem kleinen
Spaziergang genauer anschaue. Dies ist das erste Mal, dass ich in einem
‘Bandhaus’ übernachte. Viele der größeren und höherklassigen
Veranstaltungsorte haben Schlafgelegenheiten vor Ort für die reisenden
Bands. Ich bin froh, dass es wieder Wochenende wird und die Leute in
größerer Anzahl kommen, um uns zu sehen. Die Konzerthalle ist ein
akustischer Traum, besonders nachdem wir zweimal nacheinander in Läden von
der Größe eines Racquetballplatzes gespielt haben.
Hemi, Suspiria und der irotragende Kelly (alles Pseudonyme zum Schutze der
Unschuldigen) besuchten die Show und feierten mit uns bis tief in die
Nacht. Pauls lästerliches Deutsch war an diesem Abend besonders pointiert,
und er brachte die Deutschen gegen ihren Willen sehr zum Lachen
Dieses Gebäude, obgleich bildschön, sieht nicht nach
einem sehr lustigen Arbeitsplatz aus. |