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4-30-2007
Montag - Arnheim beim King’s of Metal Festival

Es gibt einen ziemlich bemerkenswerten
Unterschied, wenn man die Grenze nach Holland überfährt. Alles fühlt sich
anders an, doch ich kann nicht genau erklären, was es ist. Die Landschaft
ist sehr schön, und Arnheim noch mehr. Wir kommen in der Stadt an, als
gerade ein Straßenfest zum Geburtstag der Königin gefeiert wird. Viele
Leute tragen die königliche Farbe orange! Paul erwartet im Hotel außerdem
eine angenehme Überraschung, sein lang verlorenes Gepäck!
Heute spielen wir auf einem Open
Air-Festival mit einigen wirklich harten Bands. Bereits am Eingang hören
wir markerschütternde Musik, die mich ein wenig an Sepultura oder Cannibal
Corpse erinnert. Es klingt, als wären Dämonen durch einen Spalt im Boden
auf die Bühne da vor uns heraufgestiegen. Ryan sieht ein wenig nervös aus,
als er sagt “Wir passen hier vielleicht nicht wirklich dazu”. Es scheint,
als hätte er die Sache damit gut erkannt - Beatallica würde sicherlich die
‘unheaviest’ Band heute sein. Aber all diese Sorgen waren wie weggeblasen,
als wir die anderen Musiker trafen. Alle waren sehr freundlich, oder,
anders gesagt, Metal ist cool. [Was ein Wortspiel, Jeffrey! -Anm. der
Übersetzerin] Der Stage Manager war ein toller Kerl und kam sogar auf die
Bühne, um “Hey Dude” mit uns zu singen. Nach unseren Auftritt ging ich los,
um mir die anderen Bands anzuschauen und Leute aus den Niederlanden zu
treffen. Zuerst traf ich ein Mädchen und zwei Jungs, die mich in
gebrochenem Englisch fragten, ob ich aus Großbritannien käme. Ich
berichtigte sie und sagte “No, I am from Ameria”, und das Mädchen sagte
“Oh, America sucks!” Meine erste Begegnung mit Antiamerikanismus. Sehr
interessant.
Ich wanderte unerschrocken weiter und
traf eine andere Gruppe von Leuten, und die waren wirklich toll. Ich hing
mit ihnen den Rest des Abends herum, scherzte und trank die vielen Biere,
die geheimnisvollerweise in meinen Händen erschienen. Ein Mädchen namens
Trisha und ihre Cousine Claire waren die coolsten aus der Gruppe. Während
das Bier mich in angenehme und bequeme Höhen hob, begann das
Reinigungspersonal bereits, die vielen weggeworfenenen Bierbecher und auch
uns mit vom Gelände zu fegen. So verabschiedeten wir uns von unseren neuen
holländischen Freunden, und Paul und ich gingen durch die Straßen von
Arnheim, um uns dort unter das Partyvolk zu mischen. Bald waren wir der
vorhersehbaren Technomusik jedoch müde und begaben uns zurück ins Hotel.
Ein Meer schwarzer T-Shirts mosht zu den
sanften Klängen von Onslaught bei diesem Open Air Metal Festival in
Holland. |