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5-6-07
Sonntag -
Rockdomizil in Amberg

"Ja, Amberg, nicht
Hamburg" sagt Tanja in ihr Telefon. Dies ist die kleine Stadt, in der
Tanja aufwuchs. Es ist sehr schön, eine solche Stadt zu besichtigen, die
ein Juwel wie sie herbringen konnte. Auch besuchen wir eine örtliche
Gaststätte (sehr authentisch deutsch), und endlich treffe ich einmal ihre
Mutter und ihre Schwester, beide sehr liebenswürdige Frauen. Das Essen war
wirklich toll, und weil das Wetter so schön war, aßen wir draußen. Wir
legten unsere Bierdeckel auf statt unter die Gläser, da wir unter riesigen
Bäumen saßen, die ständig Teile von sich abwarfen. Wir trafen außerdem ein
paar Amberger Einwohner. Sie waren sturzbetrunken, aber immer noch sehr
nette Leute. Der betrunkenste unter ihnen unterhielt sich am meisten mit
Paul, was -man möge mir verzeihen- doch ziemlich lustig war. Es ist sehr
hart, etwas zu essen zu bestellen, wenn man, des verstehenden Lesens
unkundig, eine Speisekarte zu lesen versucht, die komplett auf Deutsch
verfaßt ist. In solchen Situationen ist es stets gut, ein paar
englischsprechende Deutsche dabeizuhaben.
Das Konzert selbst hingegen war wirklich lahm. Der Strom fiel mitten in
der Show aus, und es dauerte fünfzehn Minuten, dies zu beheben, auf dass
unsere Instrumente wieder Töne hervorbrachten. Es war interessant
mitanzusehen, wie Tinker versuchte, dies so gut wie möglich zu überspielen
und die Leute bei Laune zu halten. Wir spielten zwei Zugaben für unser
winzigkleines Publikum. Der beste Teil des Abends war meine Unterhaltung
mit Tanjas Schwester. Sie lebte früher ein paar Jahre lang in Alabama -
welch kleine Welt.
Tanja's Mama, eine sehr
nette Dame, die ich nicht näher kennenlernte, sowie Tanja sitzen bei Tisch
und warten darauf, daß unsere Bestellung guten deutschen Essens eintrifft. |